NLA: Balsam für die Seele, 24:5 Sieg über den SV Basel

Es ist hart, nach einem nervenaufreibenden Spiel mit unglücklichem Ende wieder aufzustehen und weiterzumachen, als wäre die Enttäuschung vergessen. Die Wasserballer des SCK aber haben dies souverän, als Mannschaft und ehrenhaft getan. Nach der 11:12 Niederlage gegen Lugano am Vorabend gastierte am Samstag mit dem SV Basel ein weitaus harmloserer Gegner, bei dem es galt, sich selbst zu belohnen und die Wunden vom Freitag mit neu gewonnenem Selbstvertrauen zu behandeln. Mit 24:5 erzielen unsere Jungs den höchsten Sieg der diesjährigen Saison überhaupt.

 

Ungebrochen schien der Wille von Trainer Redder’s «Jungs», sich in diesem Spiel keine Blösse zu geben. Vom ersten Angriff an spielten sie offensiv abgeklärt, souverän und ungeahnt organisiert. Missverständnisse gröberer Art, wie man sie in den ersten Spielen der Saison vielfach sah, leisteten sie sich keine. Es sah aus, als wollten sie den angereisten Fans zeigen, wie einfach Wasserball sein kann. Die Equipe vom Bodensee erzielte kontinuierlich Treffer, in fast regelmässigen Abständen musste der Basler Torwart hinter sich greifen, während seine Feldspieler nur sporadisch, ja fast zufällig zu Chancen, geschweige denn zum Torerfolg kamen. Ohne dass der Sieg jemals in Frage gestanden hätte, leisteten sich die Kreuzlinger aber auch nicht den Luxus, sich nach der Hälfte auf ihrem komfortablen 9:3 Vorsprung auszuruhen. Was folgte war eine Spirale, die für die Heimmannschaft nach oben, für die Gäste nach unten führte. Scheinbar mit jeder Minute wurden die Gastgeber selbstbewusster und gefährlicher, während sich die Basler gegenseitig die Luft aus den Reifen liessen. Das Schaulaufen der Ostschweizer gipfelte im dritten Viertel, das mit 9:0 endete. Der Kantersieg sorgte für eine ausgelassene Stimmung im Schwimmbad Hörnli, wo nur ein Tag zuvor das Wasser kochte.