Fehl­start in die Final­se­rie: Kreuz­lin­gen unter­liegt Hor­gen zum Auftakt

Mit dem ersten Spiel der Best-of-Five-Final­se­rie zwi­schen dem SC Hor­gen und dem SC Kreuz­lin­gen hat am Sams­tag­abend der Kampf um den Schwei­zer Mei­ster­ti­tel begon­nen. Weil die Zür­cher die Qua­li­fi­ka­ti­on als Tabel­len­er­ster abge­schlos­sen hat­ten, genos­sen sie im hei­mi­schen Sport­bad Käpf­nach zunächst Heim­recht – und leg­ten mit einem 15:12-Erfolg in der Serie vor.

Der SC Kreuz­lin­gen erwisch­te einen denk­bar schlech­ten Start in die Par­tie. Wäh­rend die Gast­ge­ber früh das Spiel­dik­tat über­nah­men, fan­den die Thur­gau­er offen­siv kaum Lösun­gen. Erst 16 Sekun­den vor Ende des ersten Vier­tels gelang dem amtie­ren­den Schwei­zer Mei­ster der erste Tref­fer der Final­se­rie – da lag man aller­dings bereits mit 1:4 im Rückstand.

Zwar kämpf­te sich der SCK im zwei­ten Abschnitt wie­der her­an und ver­kürz­te zwi­schen­zeit­lich auf 6:4, doch die Auf­hol­jagd wur­de immer wie­der durch feh­len­des Abschluss­glück gebremst. Meh­re­re Kreuz­lin­ger Abschlüs­se lan­de­ten in den ersten bei­den Vier­teln an Pfo­sten oder Lat­te, wäh­rend Hor­gens Natio­nal­tor­hü­ter Pie­tro Gazzini zahl­rei­che wei­te­re Ver­su­che ent­schärf­te. So blieb das Gefühl, dass an die­sem Abend vie­les gegen die Gäste zu lau­fen schien.

Nach dem Sei­ten­wech­sel folg­te dann die wohl vor­ent­schei­den­de Pha­se der Par­tie. Kaum hat­te sich Kreuz­lin­gen zurück­ge­mel­det, ver­lor die Mann­schaft den Faden kom­plett. Hor­gen nutz­te die Unsi­cher­hei­ten und die nach­läs­si­ge Ver­tei­di­gung der Gäste eis­kalt aus und zog mit vier Tref­fern in Serie auf 10:4 davon. Gegen die cle­ver agie­ren­den Zür­cher brauch­te es nun schon fast ein Was­ser­ball-Wun­der, um die Begeg­nung noch zu drehen.

Doch der Titel­ver­tei­di­ger gab sich noch längst nicht geschla­gen. Zunächst ver­kürz­ten die Kreuz­lin­ger auf 10:7 und sorg­ten damit wie­der für einen klei­nen Fun­ken Hoff­nung. Als der Rück­stand im Schluss­vier­tel sogar noch auf 12:10 schmolz, keim­te die­ser noch­mals auf. Die Hypo­thek aus der schwa­chen Anfangs­pha­se erwies sich am Ende jedoch als zu gross. Hor­gen liess sich die Füh­rung nicht mehr neh­men und ent­schied die Par­tie mit 15:12 für sich.

Damit gehen die Zür­cher in der Final­se­rie mit 1:0 in Füh­rung und fügen dem SC Kreuz­lin­gen die erste Play­off-Nie­der­la­ge seit zwei Jah­ren zu. Lan­ge Zeit, um die Auf­takt­plei­te zu ver­dau­en, bleibt den Thur­gau­ern aller­dings nicht: Bereits am Diens­tag, 14. Juli, bie­tet sich um 20.30 Uhr im hei­mi­schen Hörn­li die Chan­ce zum Aus­gleich in der Serie. Dabei hofft der SCK erneut auf die laut­star­ke Unter­stüt­zung sei­ner Fans, um den Mei­ster­ti­tel in der Ost­schweiz zu halten.

SC Hor­gen — SC Kreuz­lin­gen 15:12

Vier­tels­er­geb­nis­se: 4:1, 2:3, 4:3, 5:5

SC Hor­gen:
Gazzini (T), Szer, Kiel­och (2), Fröh­li, Osin­ski ©, Mathis (1), Negro, Flücki­ger (4), Csac­sov­sz­ky (3), Boros (4), Sca­la, Bje­la­jac, Eber­har­ter (T), Her­zog (1)


SC Kreuz­lin­gen:
Strkalj (T), Zlo­mis­lic, Pfi­ster (1), Cuk (3), Läng­le (1), F. Ricken­bach (1), J. Her­zog (C/1), Y. Her­zog, G. Ricken­bach, P. Car­bal­lo (1), P. Würth (4), Dud­ler, Til­le­ma (T), Ch. Würth