SCK zieht mit Kantersieg in den Playoff-Final ein
Mit zwei Siegen aus den ersten beiden Halbfinalpartien hatte sich der SC Kreuzlingen am Samstagabend im heimischen Hörnli die erste Gelegenheit erspielt, den Finaleinzug perfekt zu machen. Nach dem dramatischen Auftaktsieg und der überzeugenden Machtdemonstration in Genf stellte sich die Frage, ob Carouge Natation der Serie nochmals Spannung verleihen könnte – oder ob der Schweizer Meister den Sack vor eigenem Publikum zumachen würde.
Die Antwort liess nicht lange auf sich warten. Bereits im ersten Viertel machte der SCK deutlich, in welche Richtung sich die Partie entwickeln würde. Die Kreuzlinger bestimmten das Spielgeschehen, während die Genfer erneut Mühe bekundeten, mitzuhalten. Mit einer 5:2‑Führung legten die Thurgauer den Grundstein für einen letztlich ungefährdeten Erfolg.
Auch im zweiten Abschnitt blieb Kreuzlingen spielbestimmend und baute den Vorsprung zwischenzeitlich auf 8:2 aus. Zwar meldeten sich die Gäste mit drei Treffern in Folge nochmals zurück und verkürzten bis zur Halbzeit auf 8:5, doch das sollte ihr letztes Lebenszeichen bleiben, wie sich später herausstellte.
Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Kreuzlinger das Tempo nochmals und liessen so den letzten Zweifel über den Ausgang der Partie im Keim ersticken. Die letzten beiden Viertel gingen mit 5:2 und 7:2 deutlich an den Gastgeber.
Als Kuriosum erwiesen sich die Schlussminuten der Partie. Rund drei Minuten vor Spielende erhielt beim Stand von 15:9 ein zweiter Genfer Spieler nach einer Unsportlichkeit die rote Karte. Zuvor waren bereits drei weitere Carouger nach jeweils drei persönlichen Ausschlüssen ausgeschieden. Da den Gästen damit die Wechselmöglichkeiten ausgingen, mussten sie die Begegnung mit nur noch fünf Feldspielern beenden. Im Wissen, dass das Ausscheiden besiegelt war, stellten sie ihre Angriffsbemühungen ein und liessen den Ball nur noch in den eigenen Reihen zirkulieren. Auf die Fairplay-Geste der Kreuzlinger, die ebenfalls einen Feldspieler aus dem Wasser nahmen, um die Gleichzahl wiederherzustellen und dem zahlreich erschienenen Publikum einen würdigen Abschluss der Partie zu bieten, gingen die Carouger jedoch nur bedingt ein und änderten an ihrer Spielweise nichts mehr. Kreuzlingen nutzte die verbleibende Spielzeit konsequent aus und erzielte bis zur Schlusssirene noch fünf weitere Treffer zum deutlichen 20:9‑Endstand. Die Auszeichnung zum besten Spieler ging beim SC Kreuzlingen an Patrick Würth, während auf Seiten der Genfer Romain Blary geehrt wurde.
Mit dem dritten Sieg in Folge entscheidet der SC Kreuzlingen die Best-of-Five-Serie mit 3:0 für sich und steht damit im Playoff-Final. Dieser beginnt am Samstag, 11. Juli. Wer dort auf den Schweizer Meister wartet und ob die Kreuzlinger zunächst auswärts oder zuhause antreten, steht allerdings noch nicht fest. Im zweiten Halbfinal hat Genève Natation mit einem Sieg die Serie gegen Horgen zum 2:2 ausgeglichen und damit eine entscheidende Finalissima erzwungen.
SC Kreuzlingen – Carouge Natation 20:9
Viertelsergebnisse: 5:2, 3:3, 5:2, 7:2
Carouge Natation:
Dubois (T), Maddern, Catillaz (1), Blary (C/3), Garcia, Pontikeas (1), Maréchal (1), Rota (1), Roscio (1), Thébault (1), Jaquier
Player of the Game: Romain Blary
SC Kreuzlingen:
Strkalj (T), Zlomislic (3), Pfister (2), Cuk, Längle, F. Rickenbach (4), J. Herzog (C/5), Y. Herzog, G. Rickenbach, Ch. Würth, P. Würth (4), Dudler, Tillema (T), Rutz (2)
Player of the Game: Patrick Würth
