U16: Zit­ter­par­tie in Bis­so­ne: Kreuz­lin­gen ret­tet sich über die Ziellinie

Was wie eine beein­drucken­de Macht­de­mon­stra­ti­on begann, ent­wickel­te sich am Sams­tag­nach­mit­tag in Tre­va­no zu einem Ner­ven­kri­mi: Die U16-Junio­ren des SC Kreuz­lin­gen fei­er­ten dank einer phä­no­me­na­len ersten Halb­zeit einen 16:13-Auswärtssieg gegen SP Bis­so­ne, muss­ten aber im Schluss­vier­tel einen beäng­sti­gen­den Ein­bruch ver­kraf­ten, der den kom­for­ta­blen Vor­sprung bei­na­he zunichtemachte.

Per­fek­te Halb­zeit ebnet den Weg

Die Thur­gau­er star­te­ten wie aus einem Guss in die Par­tie. Die Abwehr um Tor­hü­ter Loris Cetr­an­go­lo stand fel­sen­fest, wäh­rend die Offen­si­ve gna­den­los zuschlug. Ange­führt vom über­ra­gen­den Mael Thabo Cha­puis, der mit ins­ge­samt fünf Tref­fern zum Tops­corer avan­cier­te, domi­nier­te der SC Kreuz­lin­gen das Gesche­hen. Die Vier­tel eins und zwei ende­ten jeweils mit 5:1 für die Gäste, was einen schier unein­hol­ba­ren Pau­sen­stand von 10:2 auf die Anzei­ge­ta­fel brach­te. Neben Mael Thabo Cha­puis (5) zeig­ten auch sein Bru­der Lyo­nel Ben Cha­puis (3) und Ioan­nis Paggi­os (3) eine star­ke Wurfquote.

Bis­so­ne erwacht, aber der Vor­sprung hält

Im drit­ten Abschnitt ver­such­ten die Tes­si­ner, das Ruder her­um­zu­reis­sen, doch der SCK hielt dage­gen. Obwohl Bis­so­ne erst­mals ein aus­ge­gli­che­ne­res Vier­tel (4:6) spiel­te, bau­ten die Kreuz­lin­ger ihren Vor­sprung sogar noch aus. Nach Toren von Paggi­os und Valen­ti­no Amo­ri stand es Mit­te des drit­ten Vier­tels 6:16. Trotz einer defi­ni­ti­ven Aus­schlüs­se auf bei­den Sei­ten schien der Sieg für die Mann­schaft von Trai­ner Cyrill Sprei­ter bereits in trocke­nen Tüchern.

Dra­ma­ti­sches Schluss­vier­tel: 7:0 für Bissone

Was dann in den letz­ten acht Minu­ten geschah, lässt die Kreuz­lin­ger-Fans tief durch­at­men. Offen­bar in der Gewiss­heit des siche­ren Sie­ges, stell­te der SCK das Tore­wer­fen kom­plett ein. Bis­so­ne wit­ter­te die Chan­ce und star­te­te eine unglaub­li­che Aufholjagd.

Plötz­lich schmolz der Zehn-Tore-Vor­sprung dahin. Die letz­ten Minu­ten wur­den zu einer wah­ren Abwehr­schlacht, in der die Gäste kein ein­zi­ges Tor mehr erzie­len konn­ten. Am Ende jedoch reich­te der rie­si­ge Puf­fer aus der ersten Halb­zeit. Das Spiel ende­te nach einem Schluss­gong, der für Kreuz­lin­gen wie eine Erlö­sung klang, mit 13:16.

Der SC Kreuz­lin­gen holt damit zwei wich­ti­ge Punk­te, muss aber die Lei­stung im Schluss­vier­tel kri­tisch ana­ly­sie­ren, um in Zukunft sol­che Zit­ter­par­tien zu vermeiden.

Für den SC Kreuz­lin­gen im Was­ser:
Loris Centr­an­go­lo, Tim Frank, Ioan­nis Paggios(3), Valen­ti­no Amori(2), Finn Kal­le Mar­ti­ni, Mael Thabo Chapuis(5), Lyo­nel Ben Chapuis(3), Dun­ja Petro­vic, Eric Stumpf, Phil­ipp Popp(2), Nic Van der Schouw(1)
Coach am Becken­rand: Cyrill Spreiter

Bericht: Miri­am Rutz / Bild: Gra­cie­la Carrión