Wich­ti­ger Sieg und kämp­fe­ri­sche Niederlage

Der SC Kreuz­lin­gen absol­vier­te am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de die näch­sten bei­den Par­tien der Pha­se II der Natio­nal­li­ga A. In die­ser tref­fen die Kreuz­lin­ger je ein­mal zuhau­se und aus­wärts auf die drei wei­te­ren Top­teams der Liga – Genè­ve Nata­ti­on, Carouge Nata­ti­on und den SC Hor­gen. Dabei geht es für die Teams dar­um, sich eine mög­lichst gute Aus­gangs­la­ge für die anste­hen­den Play­offs zu ver­schaf­fen. Am Sams­tag emp­fing der SCK Genè­ve Nata­ti­on im hei­mi­schen Hörn­li, ehe am Sonn­tag die Rei­se nach Genf zum Aus­wärts­spiel gegen Carouge Nata­ti­on anstand.

Revan­che gegen Genè­ve gelingt

Der SC Kreuz­lin­gen woll­te sich gegen Genè­ve Nata­ti­on unbe­dingt für die bit­te­re 17:16-Niederlage revan­chie­ren, die man vor zwei Wochen aus­wärts gegen die Gen­fer hat­te hin­neh­men müs­sen – und das gelang. Vor allem offen­siv woll­ten es die Män­ner vom Boden­see an die­sem schö­nen Vor­som­mer­abend gelin­gen las­sen. Zahl­rei­che Zuschau­er fan­den den Weg ins Schwimm­bad Hörn­li und beka­men von Beginn weg eine attrak­ti­ve Par­tie zu sehen.

Der SCK fand sofort den Zug zum Tor und ging nach einem offen­siv star­ken Start mit 5:3 in die erste Vier­tel­pau­se. Doch die Gen­fer zeig­ten im zwei­ten Abschnitt, wes­halb sie in die­ser Sai­son als ganz heis­ser Anwär­ter auf den Schwei­zer Mei­ster­ti­tel gel­ten. Vor allem ihre bei­den kroa­ti­schen Ergän­zungs­spie­ler Coru­sic und Butic sorg­ten immer wie­der für Gefahr und führ­ten ihr Team kurz vor dem Sei­ten­wech­sel zum 8:8‑Ausgleich.

Es soll­te aller­dings das ein­zi­ge Mal blei­ben, dass der SCK nicht in Füh­rung lag. Post­wen­dend stell­te Joel Her­zog die Füh­rung wie­der her und so wur­den beim Stand von 9:8 die Sei­ten gewech­selt. Offen­bar fand der Kreuz­lin­ger Coach in der Pau­se die rich­ti­gen Wor­te, denn im drit­ten Vier­tel zog der SCK vor­ent­schei­dend davon: Der Abschnitt ging gleich mit 6:1 an die Gast­ge­ber, die sich damit auf 15:9 abset­zen konnten.

Im Schluss­vier­tel galt es für die Kreuz­lin­ger vor allem noch, das Resul­tat über die Zeit zu brin­gen – was auch gelang. Den­noch ver­gass man trotz Resul­tat­ver­wal­tung das Tore­schies­sen nicht. Aller­dings taten dies die Gen­fer eben­falls nicht, allen vor­an ihre Shoo­ter Butic, Coru­sic und Mijic, die zusam­men gleich 13 der 14 Gen­fer Tref­fer erziel­ten. Schluss­end­lich setz­te sich der SC Kreuz­lin­gen ver­dient mit 20:14 durch und konn­te nach einer Nie­der­la­ge gegen Genè­ve sowie einem Unent­schie­den gegen Hor­gen end­lich den ersten Sieg in die­ser Pha­se II ein­fah­ren – und gleich­zei­tig auch den ersten Sieg in die­sem Jahr gegen die stark auf­spie­len­den Genfer.

Stark dezi­mier­ter SCK kämpft tapfer

Am Fol­ge­tag trat der SCK die Rei­se nach Genf an, wo mit Carouge Nata­ti­on der Lokal­ri­va­le von Genè­ve Nata­ti­on war­te­te. Der Kreuz­lin­ger Kader prä­sen­tier­te sich dabei aller­dings ganz anders als noch am Vor­abend. Im Tor stand dies­mal nicht Neu­zu­gang Luci­an Strkalj, son­dern ein alt­be­kann­ter Rück­keh­rer: Mei­ster­tor­wart und Publi­kums­lieb­ling Dar­ko Alek­sic stiess in die­ser ent­schei­den­den Pha­se der Sai­son wie­der zum Team und unter­stütz­te die Kreuz­lin­ger zwi­schen den Pfosten.

Zudem weil­ten mit Mau­rus Til­le­ma, Yan­nick Rutz und Patrick Würth gleich drei Spie­ler mit der U20-Natio­nal­mann­schaft in den Nie­der­lan­den. Gleich­zei­tig muss­te der SCK ohne­hin bereits auf die ver­letz­ten Noah Dud­ler, Chri­sti­an Würth und Ben­ja­min Pfi­ster ver­zich­ten. Ent­spre­chend dezi­miert rei­ste der Mei­ster zu die­sem hoch­ka­rä­ti­gen Auswärtsspiel.

Trotz­dem mach­ten die Kreuz­lin­ger ihre Sache ins­be­son­de­re zu Beginn der Par­tie aus­ge­zeich­net. Das erste Vier­tel ging mit 2:1 an den SCK und auch beim Sei­ten­wech­sel war beim knap­pen 5:6‑Rückstand resul­tat­mäs­sig noch alles offen. Ein­schnei­dend soll­te jedoch eine Sze­ne kurz vor der Halb­zeit wer­den: Cen­ter­ver­tei­di­ger Linus Läng­le wur­de bereits mit sei­nem drit­ten per­sön­li­chen Feh­ler des Was­sers ver­wie­sen. Gleich­zei­tig wur­de auch der zwei­te etat­mäs­si­ge Cen­ter­ver­tei­di­ger Zvo­ni­mir Zlo­mis­lic nach einer Dis­kus­si­on mit den Unpar­tei­ischen und einer fol­gen­den roten Kar­te früh­zei­tig unter die Dusche geschickt.

Damit waren die Kreuz­lin­ger end­gül­tig stark dezi­miert. Die ver­blei­ben­den Spie­ler muss­ten prak­tisch ohne Pau­se wei­ter­spie­len und dies ohne nomi­nel­len Cen­ter­ver­tei­di­ger – beson­ders undank­bar gegen Carouge, das mit Romain Bla­ry über einen ehe­ma­li­gen Olym­pio­ni­ken auf der Cen­ter­po­si­ti­on verfügt.

Doch der SCK gab sich kei­nes­wegs auf. Im Gegen­teil: Bis Ende des drit­ten Vier­tels kämpf­ten sich die Kreuz­lin­ger sogar zu einer 8:7‑Führung. Erst im Schluss­ab­schnitt folg­te der Ein­bruch, den die Boden­see­städ­ter zuvor lan­ge hin­aus­zö­gern konn­ten. Die Kräf­te schwan­den nun merk­lich und logi­scher­wei­se zuneh­mend. Das letz­te Vier­tel ging mit 5:1 an Carouge, das die Par­tie schliess­lich mit 12:9 für sich ent­schied.

Aus­blick: Cup Final Four am kom­men­den Wochenende

Nun bleibt den Was­ser­bal­lern vom Boden­see eine Woche Zeit, um die­ses ereig­nis­rei­che Wochen­en­de ein­zu­ord­nen. Wei­ter geht es bereits am kom­men­den Wochen­en­de vom 30./31. Mai mit dem Cup Final Four in Genf. Im Halb­fi­na­le trifft der SC Kreuz­lin­gen am Sams­tag auf Dau­er­ri­va­le SC Hor­gen. Im zwei­ten Halb­fi­na­le kreu­zen Genè­ve Nata­ti­on und Carouge Nata­ti­on die Klingen.

SC Kreuz­lin­gen — Genè­ve Nata­ti­on 20:14

Vier­tels­er­geb­nis­se: 5:3, 4:5, 6:1, 5:5

SC Kreuz­lin­gen:
Strkalj (T), Zlo­mis­lic (4), Nitzschke, Cuk (1), Läng­le, F. Ricken­bach (5), J. Her­zog (C/4), Y. Her­zog (1), M. Würth, P. Würth (1), Car­bal­lo (3), Til­le­ma (T), Rutz (1)

Genè­ve Nata­ti­on 1885:
Groeb­li (T), Mon­toya, Butic (5), Kara­mu­sta­fa, Hal­di, El Meh­rek, Rega­la­do, Pit­tet (1), Coru­sic (2), Mijic (6), M. Mar­co­ni ©, Funo­sas, Schind­ler (T), Carrieri

Carouge Nata­ti­on – SC Kreuz­lin­gen 12:9

Vier­tels­er­geb­nis­se: 1:2, 5:3, 1:3, 5:1Carouge Nata­ti­on:
Dubo­is (T), Abba­te, Mad­dern (3), Catil­laz (2), Bla­ry (C/2), Pet­kant­chin (1), Pon­ti­ke­as (1), Maré­chal, Rota, Melet (3), Gar­cia, The­bau­lt, Cam­pa­nel­li, Jaquier,

SC Kreuz­lin­gen:
Alek­sic (T), Zlo­mis­lic, Petro­vic (2), Cuk (2), Läng­le, F. Ricken­bach (1), J. Her­zog (C/1), Y. Her­zog, G. Ricken­bach, Nitzschke (1), M. Würth, Car­bal­lo (2)