End­lich!

Ja, end­lich nach sechs Jah­ren ohne Titel konn­ten die NLA Was­ser­bal­ler wie­der das Dou­ble an den Boden­see holen.

Nebst dem bereits bekann­ten aus­län­di­schen Ver­stär­kungs­spie­ler Milan Petro­vic konn­te der jun­ge aus Kali­for­ni­en stam­men­de Cen­ter Jona­than Lote­ro ver­pflich­tet wer­den. Zudem kam auf der Tor­wart­po­si­ti­on Fran­ces­co Tra­ma­ce­ra zum SCK zurück. So stand dem in der drit­ten Sai­son am Becken­rand ste­hen­den Trai­ner Ben­ja­min Red­der ein schlag­kräf­ti­ger und brei­ter Kader zur Ver­fü­gung. Mit 19 Sie­gen aus 20 gespiel­ten Par­ti­en und einer Nie­der­la­ge in der Qua­li­fi­ka­ti­ons­pha­se resul­tier­te Platz 1 aus der Vor­run­de.

Tra­di­tio­nell wird vor den Play­offs das Final Four des Swiss Cups gespielt, wel­ches die­ses Jahr in Kreuz­lin­gen durch­ge­führt wur­de. Hier kam es im Fina­le bereits zu einem klei­nen Vor­ge­schmack auf ein mög­li­ches Play­off Duell zwi­schen dem SC Kreuz­lin­gen und Luga­no NPS. Hier konn­ten sich die Kreuz­lin­ger in einem Spiel mit offe­nem Schlag­ab­tausch im Penal­ty­schies­sen durch­set­zen.

In der Mei­ster­schaft ging es im Play­off Halb­fi­na­le gegen Genè­ve Nata­ti­on 1885. Die Kräf­te­ver­hält­nis­se waren schnell klar und so konn­te man sich über den kur­zen Weg, mit drei Sie­gen in Fol­ge, für das Fina­le qua­li­fi­zie­ren.

Ken­ner aus der Was­ser­ball-Sze­ne wis­sen aber, dass in den Play­offs ande­re Geset­ze gel­ten. Dies zeig­te sich im ande­ren Halb­fi­na­le zwi­schen dem SC Hor­gen und Luga­no NPS. Nach der durch­zo­ge­nen Vor­run­de avan­cier­te der SC Hor­gen erneut regel­recht zur Play­off-Mann­schaft. Das jun­ge Team vom lin­ken Züri­see­ufer bot dem favo­ri­sier­ten Luga­no die Stirn und so muss­te im fünf­ten Spiel in Luga­no der Geg­ner des SC Kreuz­lin­gen ermit­telt wer­den.

Zum Schluss kam es doch noch zum Play-Off Final High­light gegen Luga­no. Bei­de Mann­schaf­ten zeig­ten ihren besten Was­ser­ball, tak­tisch auf höch­stem Niveau. Der SCK spiel­te auf Augen­hö­he mit Luga­no, die rou­ti­nier­ten Tes­si­ner lies­sen pha­sen­wei­se ihre Erfah­rung und Qua­li­tät auf­blit­zen. Dies reich­te in die­ser Sai­son nicht und man merk­te, dass Luga­no die Kraft­re­ser­ven nach der Halb­fi­nal­se­rie nicht mehr auf­brin­gen konn­te. So krön­ten sich die Kreuz­lin­ger NLA Was­ser­bal­ler nach vier Par­ti­en zum Schwei­zer Mei­ster 2019.

Trotz der gelun­ge­nen Sai­son muss­te man sich am Ende der Sai­son von Trai­ner Ben­ja­min Red­der tren­nen. Es wur­de über Meu­te­rei oder mög­li­che Hai­fisch­becken berich­tet. Wie in allen Mann­schafts­sport­ar­ten müs­sen für einen sport­li­chen Erfolg immer zwei Par­tei­en „Ja“ zu einem gemein­sa­men Weg sagen. Dies schien in die­ser Kom­bi­na­ti­on nicht mehr mög­lich zu sein. Wir wün­schen an die­ser Stel­le Ben­ja­min wei­ter­hin alles Gute auch abseits des Becken­ran­des.

Die Sai­son 2019: Sowohl sport­lich wie auch neben dem Was­ser sehr erfolg­reich. Mann­schaf­ten vom Nach­wuchs bis zu den Her­ren ent­wickel­ten sich erneut wei­ter und wer­den uns in Zukunft bestimmt mit wei­te­ren Titeln begei­stern. Wei­te­re Pro­jek­te wie das See­nacht­fest Bot­tig­ho­fen, die immer geschätz­te Was­ser­ball­beiz stos­sen auf gros­ses Zuschau­er­inter­es­se und sor­gen zurecht für ein posi­ti­ves Image der Kreuz­lin­gen Was­ser­bal­ler.

An die­ser Stel­le ein herz­li­ches DANKESCHÖN an alle Hel­fer, Sup­por­ter und Fans, die die­sen Ver­ein erst mög­lich machen.