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NLA: Erneut ent­schei­det die Lot­te­rie

Vor prall gefüll­ter Kulis­se emp­fin­gen die NLA Was­ser­bal­ler des SC Kreuz­lin­gen ihre Erz­ri­va­len aus Luga­no am Don­ners­tag­abend zum ersten Play­off Final­spiel. Die Gast­ge­ber zeig­ten sich von einer unbe­kannt selbst­be­wuss­ten Sei­te und dik­tier­ten das Gesche­hen über die mei­ste Zeit. Der Sie­ger wur­de aller­dings erst im Penal­ty­schies­sen ermit­telt.

Mit der Sta­ti­stik auf sei­ner Sei­te ist es im Sport bekannt­lich so eine Sache. Gera­de in Aus­nah­me­si­tua­tio­nen wie Play­off Final­se­ri­en zum Bei­spiel, wo sich ger­ne ein­mal die Aus­nah­men zu den Regeln gesel­len. Die Thur­gau­er konn­ten in der Sai­son bereits den Cup­fi­nal im Juni sowie zwei der drei Begeg­nun­gen der regu­lä­ren Sai­son für sich ent­schei­den, hol­ten sich mehr oder weni­ger pro­blem­los den Qua­li­fi­ka­ti­ons­sieg. Aber eben, in einer Play­off Serie bedeu­tet eine Sta­ti­stik wenig. Viel wich­ti­ger sind Selbst­be­wusst­sein, Team­geist und die Bereit­schaft, für sei­ne Team­ka­me­ra­den alles zu geben.

Und genau dies leg­ten die Gast­ge­ber von Anfang an auf beein­drucken­de Art und Wei­se an den Tag. Nach­dem Sie näm­lich den deut­lich bes­se­ren Start als Ihre Kon­tra­hen­ten erwisch­ten, und rasch mit 1:0 in Füh­rung gin­gen, schlug sich das Glück auf eine Sei­te. Obwohl der SCK spiel­dik­tie­rend ist und in der Defen­si­ve vie­les rich­tig macht, gerät man ins Hin­ter­tref­fen. Das Bild zur ersten Pau­se nach acht Spiel­mi­nu­ten spricht jedoch Bän­de; Kein hän­gen­der Kopf, son­dern 13 moti­vier­te und sich gegen­sei­tig auf­mun­tern­de Sport­ler.

Im Fol­gen­den wird genau die­se Ein­stel­lung belohnt. Die Ost­schwei­zer zei­gen mehr Enga­ge­ment, fast zwangs­läu­fig fal­len nach und nach die Tore, die Par­tie pen­delt sich gegen die Halb­zeit­pau­se bei einem Vor­sprung von zwei Toren für die Kreuz­lin­ger ein.

Die Uhr tick­te und tick­te, jedem war bewusst, zu wes­sen Gun­sten. Unglück­li­cher­wei­se auch den Akteu­ren im Was­ser. Wäh­rend die Heim­mann­schaft bereits vier Spiel­mi­nu­ten vor Schluss auf Defen­si­ve stell­te, schien das Tem­pe­ra­ment der Süd­schwei­zer nun geweckt. Mit drei Angrif­fen in Fol­ge ris­sen sie das Ruder her­um und waren nun plötz­lich in Füh­rung, nur mit Ach und Krach ret­tet sich der Gast­ge­ber mit einem 10:10 Unent­schie­den ins Penal­ty­schies­sen.

Dort war es ein­mal mehr dem her­aus­ra­gen­den Tor­hü­ter Tra­ma­ce­ra zu ver­dan­ken, der die Lot­te­rie mit drei spek­ta­ku­lä­ren Para­den tat­kräf­tig beein­fluss­te und sei­nem Team den Sieg zumin­dest vor­be­rei­te­te.

Das Gesche­he­ne ver­spricht eini­ges an Span­nung, wenn man auf die ver­blei­ben­den Begeg­nun­gen der Final­se­rie blickt. Die Best-of-Five Serie wird am Sams­tag­abend in Luga­no wei­ter­ge­führt. Am dar­auf­fol­gen­den Diens­tag dann gastie­ren die Tici­ne­si wie­der im Schwimm­bad Hörn­li, wo erst­mals theo­re­tisch ein defi­ni­ti­ver Schwei­zer­mei­ster gekürt wer­den könn­te.

Match­te­le­gramm

18. Juli 2019, Schwimm­bad Hörn­li Kreuz­lin­gen

Was­ser­ball NLA, Play­off Final­se­rie, Spiel 1

SC Kreuz­lin­gen 14:13 Luga­no NPS

Vier­tels­er­geb­nis­se:

1:2; 4:2; 3:3; 2:3

Penal­ty­schies­sen: 4:3

SCK führt in der Serie 1:0

SC Kreuz­lin­gen: Tra­ma­ce­ra, Albers, Petro­vic (4), Dud­ler (1), Gei­ser, M. Her­zog, J. Her­zog (1), Ph. Her­zog (3), Lote­ro (1), Frei, Pley­er (3), Car­bal­lo (1), Hen­zi

Luga­no NPS: Schmucki, Gra­zia­ni (1), Ravet­ta, Paga­ni (3), Krstic, Dokic, Alfa­no (1), G. Fio­ren­ti­ni (2), Cas­si­na, Bor­to­ne (1), D. Fio­ren­ti­ni (1), Deser­ti (4)

Penal­ty­schies­sen:
SC Kreuz­lin­gen: Ph. Her­zog (1), Car­bal­lo (X), Lote­ro (X), Pley­er (1), Petro­vic (1), Ph. Her­zog (1)

Luga­no NPS: Paga­ni (1), Bor­to­ne (X), Alfa­no (X), Deser­ti (1), G. Fio­ren­ti­ni (1), Paga­ni (X)

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