Bittere Niederlage und wichtiger Punkt zum Auftakt der Meisterrunde
Nach Abschluss der ersten Phase der NLA-Saison wurde die Tabelle in eine obere und eine untere Vierergruppe geteilt. Der SC Kreuzlingen qualifizierte sich gemeinsam mit Carouge Natation, Genève Natation und dem SC Horgen für die obere Gruppe. In dieser zweiten Phase bestreiten alle Teams nochmals je ein Heim- und ein Auswärtsspiel gegeneinander. Dabei geht es für den SCK darum, sich eine möglichst gute Ausgangslage für die Playoffs zu erspielen. Die ersten beiden Teams qualifizieren sich direkt für die Halbfinals, während die Dritt- und Viertplatzierten den Umweg über die Viertelfinals nehmen müssen. Zudem ist auch das Heimrecht in den Playoffs von grosser Bedeutung.
Die ersten beiden Partien dieser entscheidenden Phase absolvierte der SC Kreuzlingen am vergangenen Wochenende auswärts gegen Genève Natation und den SC Horgen.
Bittere Niederlage in Genf
In Genf erwischte der SCK einen ausgezeichneten Start und ging rasch mit 3:0 in Führung. Bis zum Ende des ersten Viertels behaupteten die Thurgauer eine 5:2‑Führung. Danach schlichen sich jedoch erste Unkonzentriertheiten ein. Genève entschied das zweite Viertel mit 5:2 für sich und glich den Spielstand bis zur Pause auf 7:7 aus.
Nach dem Seitenwechsel kam es zu einer kuriosen Szene. Nachdem die Matchuhr und insbesondere die Angriffszeit bereits zu Beginn des Spiels immer wieder Probleme bereitet hatten, fiel die Technik nun komplett aus. Während der Genfer Zeitnehmertisch minutenlang versuchte, den Defekt zu beheben, war die Partie für längere Zeit unterbrochen.
Dem SC Kreuzlingen schien diese unfreiwillige Pause offenbar gutzutun. Nach Wiederaufnahme des Spiels nutzte der SCK das Momentum und zog auf 10:7 davon. Doch erneut gelang es nicht, diesen Vorsprung zu verwalten. Zu einfache Fehler in der Defensive ermöglichten den Genfern, wieder heranzukommen. Vor allem das kroatische Trio Butic, Corusic und Mijic stellte die Kreuzlinger immer wieder vor Probleme. Insbesondere Mijic erwies sich wie schon in den bisherigen Duellen als kaum zu bremsen.
Trotzdem ging der SCK mit einer knappen 13:12-Führung ins Schlussviertel. Zweieinhalb Minuten vor Schluss lagen die Thurgauer noch mit 16:15 vorne. Doch zunächst glich El Mehrek mit einem Weitschuss aus, ehe Mijic nach einem misslungenen Kreuzlinger Angriff sogar noch den Siegtreffer für Genève erzielte. Die Gastgeber hielten den Ball in den letzten 30 Sekunden geschickt in den eigenen Reihen und brachten den knappen Vorsprung über die Zeit.
Dem SC Kreuzlingen konnte an diesem Abend weder der Wille noch der Kampfgeist abgesprochen werden. Doch einige wenige Fehler zu viel in der Defensive machten aus einem lange möglichen Erfolg eine äusserst bittere Niederlage. So fand diese Spiel mit Genf zwar keinen unverdienten Gewinner, aber mit Kreuzlingen definitiv einen unglücklichen Verlierer.
Gerechtes Unentschieden in Horgen
Die Chance zur Wiedergutmachung bot sich den Kreuzlingern bereits am Tag darauf beim erneuten Auswärtsspiel gegen den SC Horgen, gegen den man bereits eine Woche zuvor unentschieden gespielt hatte.
Beide Teams starteten hochkonzentriert und sehr organisiert in die Partie. Über die gesamte Spielzeit hinweg konnte sich keine Mannschaft mit mehr als zwei Toren absetzen. Kreuzlingen gewann das erste Viertel mit 4:3, geriet jedoch nach einem starken zweiten Abschnitt der Gastgeber, den Horgen mit 6:3 für sich entschied, zur Halbzeit mit 7:9 in Rückstand.
Im dritten und vierten Viertel kämpfte sich der SCK Tor um Tor zurück. Beide Abschnitte gingen jeweils mit 3:2 und 2:1 knapp an die Kreuzlinger. Die Partie entsprach genau dem, was man aus den Duellen dieser beiden Mannschaften kennt: ein harter Kampf um jeden Ball und jedes Tor.
Die letzten drei Minuten entwickelten sich zu einem regelrechten Abnützungskampf, in dem kein Treffer mehr fiel. So endete die intensive Begegnung mit einem gerechten 12:12-Unentschieden.
Der SC Kreuzlingen nimmt damit aus dem Wochenende immerhin einen Punkt mit. Vor allem gegen Horgen bleibt das gute Gefühl, gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Meistertitel auch in dieser Saison weiterhin ungeschlagen zu sein.
Weiter geht es für den SC Kreuzlingen am Samstag, 23. Mai, im heimischen Hörnli gegen Genève Natation. Dort wollen sich die Thurgauer für die bittere Niederlage in Genf revanchieren. Bereits am Tag darauf folgt das Auswärtsspiel bei Carouge Natation.
Genève Natation 1885 – SC Kreuzlingen 17:16
Viertelsergebnisse: 2:5, 5:2, 5:6, 5:3
Genève Natation 1885:
Groebli (T), Montoya, Butic (3), Karamustafa (1), Haldi, El Mehrek (2), Regalado, Pittet (1), Corusic (3), Mijic (7), M. Marconi ©, Funosas, Schindler (T), Carrieri
SC Kreuzlingen:
Strkalj (T), Zlomislic (3), Pfister (4), Cuk (2), Längle (1), F. Rickenbach (2), J. Herzog (C/1), Y. Herzog, M. Würth, Rutz, P. Würth (1), Carballo (2), Tillema (T)
SC Horgen – SC Kreuzlingen 12:12
Viertelsergebnisse: 3:4, 6:3, 2:3, 1:2
SC Horgen:
Gazzini (T), Szer (3), Kieloch, Fröhli, Osinski ©, Mathis (1), Negro, Flückiger (1), Csacsovszky (2), Boros (4), Valsangiacomo, Bjelajac, Herzog (1)
SC Kreuzlingen:
Strkalj (T), Zlomislic, Pfister (2), Cuk (4), Längle (1), F. Rickenbach (1), J. Herzog (C/1), Y. Herzog (1), G. Rickenbach, Rutz, P. Würth, Carballo (2), Tillema (T), M. Würth
