Macht­de­mon­stra­ti­on gegen Carouge – SCK steht vor Finaleinzug

Nach dem wet­ter­be­ding­ten Spiel­ab­bruch vom Diens­tag (30. Juni) im hei­mi­schen Hörn­li wur­de die Play­off-Halb­fi­nal­se­rie zwi­schen dem SC Kreuz­lin­gen und Carouge Nata­ti­on am Don­ners­tag (2. Juli) in Genf fort­ge­setzt. Die Thur­gau­er rei­sten an den Gen­fer­see, um sich den zwei­ten Sieg in der Serie zu sichern und den Final­ein­zug in greif­ba­re Nähe zu rücken.

Nach dem dra­ma­ti­schen Auf­takt­er­folg in die­ser Halb­fi­nal­se­rie, der erst im Penal­ty­schies­sen ent­schie­den wor­den war, liess der Schwei­zer Mei­ster dies­mal kei­ne Zwei­fel auf­kom­men. Kreuz­lin­gen domi­nier­te die Par­tie von Beginn an und fei­er­te mit einem deut­li­chen 16:6‑Auswärtssieg eine ein­drück­li­che Machtdemonstration.

Der Unter­schied zum ersten Halb­fi­nal war vor allem in der Defen­si­ve deut­lich sicht­bar. Die Kreuz­lin­ger ver­tei­dig­ten äus­serst kom­pakt und aggres­siv, lies­sen Carouge kaum Raum zur Ent­fal­tung und zwan­gen die Gen­fer immer wie­der zu schwie­ri­gen Abschlüs­sen. Offen­bar hat­te der Mei­ster sei­ne Leh­ren aus dem ersten Spiel gezo­gen, als man sich pha­sen­wei­se noch unnö­ti­ge Gegen­tref­fer ein­ge­fan­gen hat­te. Das lies­sen sich die Kreuz­lin­ger die­ses Mal nicht mehr bieten.

Die star­ke Defen­siv­lei­stung ver­lieh den Thur­gau­ern gleich­zei­tig auch im Angriff die nöti­ge Sicher­heit. Weil hin­ten wenig Gefahr ent­stand, spiel­te der SCK vor­ne mit viel Selbst­ver­trau­en auf und fand immer wie­der Lösun­gen gegen die Carouger Hin­ter­mann­schaft. Vier­tel für Vier­tel bau­ten die Kreuz­lin­ger ihren Vor­sprung kon­ti­nu­ier­lich aus. Nach den ein­zel­nen Spiel­ab­schnit­ten stand es 4:2, 7:3, 11:5 und schliess­lich 16:6. So brach­te der SCK den deut­li­chen Aus­wärts­sieg sou­ve­rän ins Ziel.

Mit die­sem über­zeu­gen­den Auf­tritt haben die Kreuz­lin­ger eine Sache ein­drück­lich zemen­tiert, die man­cher Was­ser­ball­kri­ti­ker zu Beginn der Sai­son wohl noch nicht so gese­hen hat­te: Wer in die­sem Jahr Schwei­zer Mei­ster wer­den will, muss zuerst den SC Kreuz­lin­gen schla­gen. Und die Thur­gau­er schei­nen recht­zei­tig zur heis­se­sten Pha­se der Sai­son ihre Best­form gefun­den zu haben.

Einen posi­ti­ven Neben­ef­fekt hat­te die wet­ter­be­ding­te Spiel­ab­sa­ge vom Diens­tag dann doch noch: Durch die Ver­schie­bung der Serie bie­tet sich dem SC Kreuz­lin­gen nun die Chan­ce, den ent­schei­den­den drit­ten Sieg und damit den Final­ein­zug am Sams­tag, 4. Juli, um 20.30 Uhr vor hei­mi­schem Publi­kum im Hörn­li per­fekt zu machen. Das wäre nach dem ursprüng­li­chen Spiel­plan nicht mög­lich gewe­sen.


Carouge Nata­ti­on – SC Kreuz­lin­gen 6:16

Vier­tels­er­geb­nis­se: 2:4, 1:3, 2:4, 1:5

Carouge Nata­ti­on:
Dubo­is (T), Mad­dern (1), Catil­laz (1), Bla­ry ©, Pon­ti­ke­as (1), Maré­chal, Rota, Gar­cia, Roscio (2), Thé­bau­lt (1), Cam­pa­nel­li (T), Jaquier

SC Kreuz­lin­gen:
Strkalj (T), Zlo­mis­lic, Pfi­ster (2), Cuk (3), Läng­le, F. Ricken­bach (2), J. Her­zog (C/2), Y. Her­zog, G. Ricken­bach (2), Car­bal­lo (2), P. Würth (2), Dud­ler (1), Til­le­ma (T), Rutz